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Angepinnt Automatik-Getriebeöl - Ölwechsel mit Filterwechsel

    • Automatik-Getriebeöl - Ölwechsel mit Filterwechsel

      Beschreibung eines normalen Getriebeölwechsel inkl. Wechsel des Getriebeölfilter.

      Hierbei wird nur das Getriebeöl gewechselt, was sich in der Ölwanne befindet. Ein Großteil des Getriebeöl bleibt also im Getriebe selber.
      Wird der empfohlene Wechselintervall von ca. 40-50000km eingehalten, ist das auch kein Problem.
      Hierbei sollte aber auch darauf geachtet werden, das genau das gleiche Öl vom selben Hersteller verwendet wird, das sich schon im Getriebe befindet.

      Ist nicht bekannt, welches Getriebeöl von welchem Hersteller sich im Getriebe befindet, oder das Getriebeöl wirkt schon sehr verbraucht, ist ein Wechsel des kompletten Getriebeöls zu empfehlen.
      Anleitung siehe bitte dort --> Automatik-Getriebeöl - kompletter Ölwechsel / Ölspülung

      Benötigt wird:
      - eine größere Ölauffangwanne
      - neue Dichtung
      - neuer Ölfilter gemäss Getriebetyp (Unterschiede bestehen nur bei 2WD und 4WD Ford Ford Explorer)
      - Getriebeöl ca. 7-10 Liter, der Rest kann im Verteilergetriebe, dem Vorderachsdifferential oder als Servolenkungsöl Verwendung finden
      - 8er, 10er + 13er Nuss


      (LiquiMoly ATF III ist hier nur Beispielgebend.
      Bitte diesen Beitrag zu Viskosität und Ölsorten lesen --> Automatik-Getriebeöl - Allgemeines, Viskosität, Wechselintervall )


      ACHTUNG: Beim Ford Ford Explorer mit dem SOHC-Motor sollte die vordere Kardanwelle am Getriebeflansch gelöst und zur Seite gehängt werden. Um einen wirklich freien Zugang zur Getriebeunterseite zu haben, ist es - je nach Ausführung - erforderlich, die Auspuffanlage teilweise zu demontieren.
      Verzichtet man auf das demontieren der Auspuffanlage, sollte der Katalysator und Teile der Anlage mit einer Plastikplane o.ä. abgedeckt werden um auslaufendes Getriebeöl fernzuhalten.

      Beim Ford Ford Explorer mit dem OHV-Motor (egal ob Ford Explorer I oder II) ist das nicht notwendig.

      Das Hitzeschutzblech an ihren Klammern vom Getriebe abdrücken.




      Alle Ölwannenschrauben (13er Nuss) entfernen. Zwei verbleiben - noch locker haltend - an der Seite. Somit kann das verbrauchte ÖL schön zur Mitte hin in die darunter stehende Auffangwanne ablaufen.






      Anschliessend wird die Ölwanne komplett abgenommen, die Dichtung entfernt und sauber ausgewischt. Dabei kann man ruhig einmal einen Blick auf/in den Ölschlamm wagen. Eventuell findet man (hoffentlich nicht) ein abgesplittertes Stück Metall o.ä. Fremdkörper.
      (Beim SOHC benötigt man ggf. etwas Geschick um die Ölwanne zwischen Auspuff/Katalysator und dem Getriebe hervor zu fädeln. Das geht nicht immer so ganz sauber ab. Hier bietet sich eine nachträglich angebrachte Ölablassschraube nahezu an.)






      Zusätzlich zu dem serienmäßigen Magnetstreifen habe ich noch einen Magneten an den tiefsten Punkt der Ölwanne angebracht.




      Der alte Filter (8er Nuss) wird entfernt und der neue Filter wird an der gleichen Stelle verschraubt.
      Es muss darauf geachtet werden, dass die Gummidichtungen an der Oberseite des Filters richtig sitzen.

      Tip: Bevor der neue Ölfilter aufgesetzt wird, bietet es sich hier an, den Kabelbaum der Steuerelektrik und die Dichtung der Steuerplatte visuell auf Schäden zu untersuchen. Weiterhin können zu diesem Zeitpunkt alle Schrauben (10er Nuss) der Steuerplatte mit 10-12 Nm kontrolliert und ggf. nachgezogen werden.






      Ist der Filter gewechselt, wird die neue Dichtung auf den Ölwannenrand aufgelegt. Beim OHV kann die Ölwanne schon mit frischem Getriebeöl gefüllt werden.
      Die Ölwanne wird angesetzt und wieder verschraubt. Die Schrauben werden nacheinander mit ca. 10-15 Nm angezogen.




      Das Hitzeschutzblech wieder aufstecken und ggf. die Kardanwelle und Auspuffanlage montieren.


      -> Wenn eine Getriebeölspülung - also ein kompletter Ölwechsel vorgenommen werden soll - bitte hier weiter lesen: -->


      Ein Trichter (möglichst mit Sieb) wird in die Getriebe(mess-)einfüllöffnung gesteckt und das neue Getriebeöl wird dort eingefüllt. Ist schon Öl in der Ölwanne drin, kann der Motor sofort gestartet werden. Der Getriebewählhebel bleibt dabei auf P. Ist die Ölwanne ohne Ölfüllung montiert worden, müssen erst ca. 2 Liter Getriebeöl eingefüllt werden und danach wird der Motor gestartet. Somit ist gewährleistet, dass die Ölpumpe nicht trocken läuft.




      Es wird also 1/2-Literweise Getriebeöl nachgefüllt und anschliessend wieder der Ölstand gemessen. Vor dem Messen bitte immer alle Gänge einmal durchschalten ! Fehlendes Öl wird weiter dazugegeben und anschließend noch einmal alle Gänge durchgeschaltet und wiederum messen.




      Zum Schluss wird am Getriebe selber noch einmal alles auf eventuelle Undichtigkeiten überprüft.


      "Gute Fahrt" und ...


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      Viele Grüsse ... Falk