Lambdasonde

  • Das Motormanagement benötigt zur Regelung der Gemischzusammensetzung und somit zur Abgaszusammensetzung einen Messwertgeber, der die Abgase messen kann bzw. erkennen kann, ob das Gemisch zu fett oder zu mager ist. Diese Aufgabe übernimmt nun die Lambdasonde.

    Das Motormanagement benötigt zur Regelung der Gemischzusammensetzung und somit zur Abgaszusammensetzung einen Messwertgeber, der die Abgase messen kann bzw. erkennen kann, ob das Gemisch zu fett oder zu mager ist. Diese Aufgabe übernimmt nun die Lambdasonde.
    Sie misst ständig den Sauerstoffanteil im Abgas, der nach der Verbrennung überbleibt = Restsauerstoff.


    Die Lambdasonde ermittelt die Abgaskonzentration also durch eine vergleichende Sauerstoffmessung:


    Der Sauerstoffgehalt der Außenluft (ca. 20,8%) wird mit dem Restsauerstoff im Abgas verglichen. Der Sauerstoff der Außenluft bildet somit den Referenzwert, der konstant bleibt. Befindet sich zum Beispiel ein Restsauerstoffgehalt von 2% (mager) im Abgas so entsteht aufgrund der Differenz ein Spannungssignal von ca. 0,1 V. Sind weniger als 2% Restsauerstoff vorhanden (fett) so macht sich das durch eine erhöhte Differenz zum Außenluftsauerstoff und einer Sondenspannung von ca. 0,9% bemerkbar. Diese Unterschiede werden über ein Spannungssignal an das Steuergerät weitergegeben. Das Steuergerät korrigiert dann Zündung und Einspritzung entsprechend.


    Auf beiden Seiten der Elektroden wird der Sauerstoffgehalt der Luft gemessen.
    Schwankt die Differenz, so entsteht an den Elektroden eine elektrische Spannung, die sich im Minivoltbereich bewegt.


    messprinzip1.jpg


    Wie geht das?


    Die Lambdasonde besteht im Wesentlichen aus einem Spezialkeramik-Körper, dessen Oberflächen mit gasdurchlässigen Platinelektroden versehen sind. Der Festelektrolyt ist in einem Stahlgehäuse eingebracht. Der äußere Teil des Keramikkörpers befindet sich im Abgasstrom, der innere Teil steht mit der Außenluft in Verbindung. Die Wirkung der Sonde beruht auf zweierlei physikalischen Faktoren:
    Zum einen ist das keramische Material porös und lässt so eine Diffusion des Luftsauerstoffs zu, zum anderen wird die Keramik bei Temperaturen von ca. 350° leitend.

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Kommentare 2

  • möglicher Zusatz zum Artikel:
    Das Motorsteuergerät benutzt das Lambdasondensignal zur Gemischaufbereitung, (Berechnung der Einspritzdauer). Im Volllastbereich (erkennt das Steuergerät durch den Drosselplappenpositionssensor) wird kein Lambdasondensignal verarbeitet.

  • bitte den Satz "und einer Sondenspannung von ca. 0,9% bemerkbar" in "0,9 Volt" abändern. :-)