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Getriebe benötigt Gedenksekunden

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    • Getriebe benötigt Gedenksekunden

      Servus,

      ich bin neu hier. Ich habe seit ein bisschen über einem Jahr einen Explorer U2 mit 6-Zylinder und dem 5R55 Getriebe. Um's Getriebe geht's hier. Wenn ich auf D oder R schalte, dann dauert's immer ca. 2 Sekunden bis der Kraftschluss hergestellt ist. Wenn die Fahrstufe mal drin ist, dann finde ich fährt er auch ganz ok. Ich meine, im Vergleich zu deutschen Automaten (habe leider keine andere Referenz) panscht er viel im Wandler, sprich der Motor dreht hoch, Getriebe schaltet aber nicht zurück wenn man ihm mal kurzfristig Last abverlangt, das hätte ich aber jetzt auf die amerikanische Getriebeabstimmung geschoben. Mich machen eher die 2 Sekunden Gedenkzeit stutzig, die's zum einlegen der Fahrstufe braucht.

      Ist diese Zeit normal, oder gibt's da irgendwo Verschleiß im Getriebe, oder etwas nachzustellen? Muss evtl ein Bremsband mal getauscht werden oder so was? Ich habe schon den Getriebeölfilter gewechselt, das Getriebeöl über den Getriebekühler ausgewechselt, hat aber beides das Verhalten nicht verändert. Das Öl hat auch nicht verbrannt gerochen.

      Ich habe mal versucht ob ich was im Forum zu dem Problem zu finden, ist mir aber nicht gelungen. :/

      Schon mal Danke!
      Mario
    • Servus,

      der Ölstand stimmt schon. Öl ist von Valvoline nach Mercon V Spezifikation. Hab ich vergessen, man kann das Gang einlegen ein bisschen beschleunigen, indem man ein bisschen mehr Drehzahl gibt, mache ich aber nie, da sich der anschließende Kraftschluss-wird-hergestellt-Ruck ungesund anfühlt...
    • Etwas Zeit benötigt das Getriebe immer um sich zu sortieren.
      Aber wenn man in der Zeit noch Gas geben kann/muss, ist das zuviel.

      Ist das immer so? Beim Kaltstart und bei warmen Öl ?
      Und war das schon immer so ?

      Liest sich wie ein Druckproblem im Steuergehäuse.
      Der Fachmann würde mal den Öldruck messen. Eventuell schwächelt das EPC-Ventil. Das ist für den Hauptdruck verantwortlich.
      Viele Grüsse ... Falk
    • isotta schrieb:

      Ist diese Zeit normal, oder gibt's da irgendwo Verschleiß im Getriebe, oder etwas nachzustellen? Muss evtl ein Bremsband mal getauscht werden oder so was?
      Als er vom Band gelaufen ist war das verzögerte Schalten sicherlich nicht normal,
      wieviel KM hat das Getriebe hinter sich? Schätze auf über 200tkm.
      Verschleiß gibt es definitiv im Getriebe, an vielen Stellen.
      Die einzigen Stellen etwas einzustellen sind die Einstellbolzen für die Bremsbänder.
      Das Ein/Verstellen wird aber das Schaltverhalten nicht merklich verbessern.
      Wenn er sonst die anderen Gänge sauber durchschaltet muss erst einmal keines der 3 Bremsbänder
      getauscht werden.

      isotta schrieb:

      man kann das Gang einlegen ein bisschen beschleunigen, indem man ein bisschen mehr Drehzahl gibt
      Das hört sich so an als ob dann schneller der nötige Druck aufgebaut wird um die Mechanik davon
      zu überzeugen eine Fahrstufe einzulegen. Beim Einlegen von D muss es eigentlich sofort passieren,
      beim Rückwärtsgang dauert es schon mal etwas länger.
      Beim 5R55E passiert ja alles über den Öldruck, der wird von verschiedenen Komponenten
      gehalten (Dichtungen/Lippenringen/O-Dichtringen usw.) damit er dann vom Steuerblock
      (bzw. den Steuer-Magnet Ventilen) an den richtigen Ort mit der richtigen Dosierung
      geleitet wird. Bei Verschleiß geschiet dies nicht mehr optimal, sprich Druck geht verloren.
      Dann stimmen die Druckverhältnisse für die einzelnen Schaltstufen nicht mehr 100%tig.
      Um das zu korrigieren müsste man schon einige Teile ersetzten (kompletter Dichtsatz Getriebe, 3 Servokolben,
      3 Bremsbänder, Kupplungsscheiben, evtl. Steuerblockventile, evtl. Ölpumpe).
      Hängt auch von der Laufleistung ab.

      Wolle
      Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 250ooo,
      VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas
    • Naja, ein paar Kilometer sind's schon, 234000. Ich hab ihn jetzt seit über einem Jahr, und das war schon immer so. Wenn's normaler Verschleiß wäre, dann müsste das ja ein Massenphänomen sein, oder? Sonst schaltet er ja sauber. Im Sommer ist es mir mal passiert, beim überholen eines Busses bergauf, also vom 1. in den 2. Gang mit Volllast dass er den 2. Gang nicht eingelegt hat. Ich musste dann kurz auf N schalten dann wieder auf D um wieder Vortrieb zu bekommen, das ist bisher aber nur einmal passiert. Sonst ziehe ich ab und zu auch >2 Tonnen hinter mir her (2x pro Jahr), da ist er total unauffällig, und zieht sauber durch.

      Kann man den Druck am EPC Ventil ohne Spezialequipment messen?
    • Na so neu biste ja gar nicht bei uns. ;) Nur noch nicht sonderlich aktiv.

      Zu Deinem Problem.
      Da würde ich zuerst einmal eine komplette Getriebeölspülung machen und ausschließlich Mercon V einfüllen.
      20l Gebinde beschaffen dort: ravenol-shop.de/getriebeoel/automatik/ravenol-mercon-v
      Was Du so geschrieben hast deutet daraufhin, dass in Deinem Getriebe eine Ölpansche seinen Dienst versieht - und dass ist irgendwann tödlich fürs Getriebe.
      Ins 5R55E gehört nämlich nichts anderes hinein als Mercon V. Kein ATF mit Mercon-Spezifikation, kein Dextron III oder wie das Zeug alles heisst.
      Beim Ölfilterwechsel hast Du hoffentlich auch am VB alle Schrauben nachgezogen? Die lösen sich gern mal etwas.
      Dichtungen vom VB kontrolliert?

      Wie meine Vorredner schon erwähnt haben geht der Druck über lose/defekte Dichtungen und losen VB verloren.
      Da würde ich ansetzen. ;)
      Gruß Schumi

      Denk immer daran - nach Fest kommt Lose. :D

      XP 4x4, EZ: 12/99; 4,0 l SOHC, 150 KW
      1FMDU34E2XUA43038
      Motorwechsel bei 336.500 km
      Allet schick, Dank der Helfer hier im Forum. :thumbsup:
      Aktuell: 395.000 km

      Veränderung am Fahrzeug: Rückfahrkamera im Kennzeichenhalter, CB-Funk
    • Kermit schrieb:



      Beim Ölfilterwechsel hast Du hoffentlich auch am VB alle Schrauben nachgezogen? Die lösen sich gern mal etwas.
      Dichtungen vom VB kontrolliert?

      Das wäre aus meiner er Froschperspektive auch noch ein überschaubarer Aufwand um zu sehen, ob es besser wird. 13Nm waren es, glaube ich.

      Und natürlich die Tipps der vorschreiber auch beachten.

      Viel Erfolg. Kann wieder besser werden! :thumbup:
      Das Außerordentliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege. :00010180:
      Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
    • isotta schrieb:

      Wenn's normaler Verschleiß wäre, dann müsste das ja ein Massenphänomen sein, oder?
      Jeder behandelt das Getriebe unterschiedlich, wer weis ob es schonmal offen war?,
      Massen gabs nicht vom Explorer, aber das Getriebe ist schon "phänomenal".
      Früher oder später hat fast jeder Probleme mit dem Getriebe und letztendlich
      ist es Verschleiß. Oder bestenfalls, wie schon vorab geschrieben, lose Steuerblockschrauben.

      Wolle
      Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 250ooo,
      VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas
    • Stimmt schon, was mit dem schon gemacht wurde kann man nicht sagen. Ich bin mittlerweile der 15. Besitzer laut Brief.

      Falk4x4 schrieb:

      Ist das immer so? Beim Kaltstart und bei warmen Öl ?
      Und war das schon immer so ?
      Ja, ist eigentlich immer so, Sommer wie Winter, nach Kalt- und Warmstart. Was ich noch vergessen habe, ab und zu geht er aus wenn ich einen Gang einlege, dann packt's der Motor nicht mehr. Erst zieht's ihn ein bisschen mit der Drehzahl runter, dann stirbt er kurz drauf ab, das Passiert beim Kraftschluss herstellen, und dauert keine 2 Sekunden von Kraftschluss = vorhanden bis Motor ist aus. Ich hab das immer so hin genommen, könnte aber evtl. auch noch ein Hinweis sein.

      Jedenfalls werde mich dann mal dran machen die Schrauben vom Ventilblock nachzuziehen, und passendes Öl einzufüllen. Ein Schritt nach dem Anderen ...
    • Ja, da kommt ein Problem zum anderen. :|
      Das absterben kommt ggf. vom Wandler. Da ist die Kupplung noch zu oder schleift. Da muss nicht unbedingt der Wandler selber defekt sein. Die Kupplung da drin wird ja auch über Ventile im Steuerblock geregelt.

      Die Ursache aller Probleme wird wohl doch im allgemeinem Verschleiß zu suchen sein.
      Wenn das Fahrzeug noch lange gefahren werden soll, müsste man über einen neuen/revidierten Steuerblock nachdenken.

      Selber - als interessierter Laie - kann man m.E. da nicht so viel tun. Steuerblockschrauben und frisches korrektes ÖL wurde ja schon mehrfach angesprochen.
      Viele Grüsse ... Falk
    • isotta schrieb:

      dann stirbt er kurz drauf ab
      Das wundert mich auch schon seit geraumer Zeit bei unserem alten Kasten,
      allerdings nur bei aktivierter Klima. Bei einem 4.0L Motor sollte man denken,
      dass er nie absterben würde und doch passiert es.
      Da kommen so viele Faktoren zusammen, die alle abzuarbeiten bei 243tkm?
      Nicht sinnlos/unmöglich aber es dauert halt bis man die Verursacher lokalisiert und
      beseitigt hat.
      Zündkerzen/Kabel/Massenluftsensor/Ansauglufttemperatursensor/Drosselklappensensor/
      Kurbelwellenpositionssensor/DPFE Sensor/Leerlaufregelventil/Drosselklappe/AGR Ventil/
      Einspritzdüsen/Benzinpumpe
      alles unterliegt Verschmutzungen und Verschleiß.

      Ambitioniert bekommt man alles geregelt, doch man möchte ja auch mal fahren.
      Gerade Getriebeprobleme sind schon speziell, irgendwie immer etwas aufwendiger
      (alleine schon der Weg dorthin), doch wenn man den Ex mag
      lohnt sich die "Reise".

      Wolle
      Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 250ooo,
      VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas
    • isotta schrieb:

      Ich habe mal versucht ob ich was im Forum zu dem Problem zu finden, ist mir aber nicht gelungen.
      Das kann gut sein, kann mich auch nicht an ähnliche Symptome in diesem Forum erinnern.
      Aber ein Durchrutschen oder ein Garnicht/Verzögerteseinlegen des Ganges wird hier beschrieben.
      ww2.justanswer.com/uploads/tim…23_145337_tsb99-16-10.pdf
      Die Beschreibung zielt auf auf das EPC Ventil im Steuerblock und dessen Befestigungsblech.
      Diesen Fall gab es schon.


      tascaparts.com/oem-parts/ford-plate-xl2z7l491aa


      Ist das Blech noch ok, soll das EPC Ventil ausgewechselt werden.

      transmissionpart.net/prod.itml/icOid/153


      Um dort hinzugelangen muss der fahrerseitige "böse" Kat ab

      und die Ölwanne runter.


      Wolle

      (Links nur zur Veranschaulichung)
      Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 250ooo,
      VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas