HA Simmerring tauschen, ein paar Fragen..

  • Hallo Zusammen,


    da mein Hinterachsdifferential ein wenig Inkontinent ist, hab ich mir gedacht ich wechsel den Simmerring noch schnell vor dem Urlaub...
    Die Begeisterung meiner Frau hielt sich in Grenzen als die Exe wieder auf den Böcken stand als Sie von der Arbeit nach Hause kam :D
    ...aber wat mut dat mut.
    Inzwischen hat man schon ein paar Ölflecken wenn der Wagen nur ein paar Stunden steht.

    @wollimann hat ja auch schon eine gute Beschreibung hier eingestellt, aber zwei Fragen hätte ich noch..
    Als ich die Mutter lösen wollte ging dies verhältnismäßig leicht da ich den Flansch nur mit der Hand festgehalten habe.
    Zur Gegenprobe hab ich die Mutter dann wieder festgezogen, was genauso leicht ging bis zu dem Punkt wo sie vorher auch gesessen hat.
    Das zweite was mir aufgefallen ist, ein Kegelrad im Diff hat ganz schön Spiel.
    Kann mir jetzt nicht vorstellen dass das normal ist.
    VID_20190716_194224.mp4


    Gruß Frank

  • Wie in meinem Thread dazu schon von @wollimann geschrieben wurde, hat wohl bei Deinem HA-Diff die Stauchhülse ihr Leben ausgehaucht.
    Vermutlich wurde da mal der Dichtring gewechselt und die Mutter zu fest angeknallt.
    Nach fest kommt dann ganz lose.

    Gruß Schumi


    Denk immer daran - nach Fest kommt Lose. :D


    XP 4x4, EZ: 12/99; 4,0 l SOHC, 150 KW
    1FMDU34E2XUA43038
    Motorwechsel bei 336.500 km
    Allet schick, Dank der Helfer hier im Forum. :thumbsup:
    Aktuell: 430.000 km


    Veränderung am Fahrzeug: Rückfahrkamera im Kennzeichenhalter, CB-Funk

  • Die Mutter kann man eigentlich nur auf den entsprechenden Drehmoment anziehen
    wenn man was langes zum Gegenhalten hat.
    Genauso beim Lösen.


    Beim Anziehen darf man es nicht übertreiben, da sonst zu viel Vorspannung/Druck auf die Kegellager
    ausgeübt wird. Beim Anziehen dient die sogenannte Stauchhülse dazu diese Spannung
    mit aufzunehmen. Aber die Stauchhülse tut das nur ein einziges Mal richtig,
    d.h. sie muss jedes Mal erneuert werden.


    Antriebsflansch aufstecken und mit neuer Mutter SW27 festziehen.
    Vorläufiges Drehmoment 217 NM da sich an die Vorspannung der Lager (neue Lager 1,8 – 3,3 NM) herangearbeitet werden muss.
    Dazu Achse stabil lagern, Hilfswerkzeug zum Gegenhalten an den Antriebsflansch schrauben und die Mutter soweit langsam anziehen,
    dass kein Spiel mehr vorhanden ist.
    Dabei das Kegelrad mehrmals drehen.
    Jetzt schon mal das Losbrechmoment messen,
    zu klein -> Mutter weiter anziehen.
    Zu groß -> neue Stauchhülse und von vorne anfangen.
    (Mutter soll laut WHB auch immer erneuert werden)

    Das zweite was mir aufgefallen ist, ein Kegelrad im Diff hat ganz schön Spiel.

    Da wird der Herzbolzen und die Spider Gears ausgelutscht sein.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

    2 Mal editiert, zuletzt von wollimann ()

  • tja das steht mir jetzt auch bevor.
    Gestern schon bemerkt..... er ist rechts hinten laut. Radlager def.... morgen Neue bestellen...
    Und wenn es schief geht hab ich noch ne komplette Achse.... :rolleyes:
    Der Urlaub rückt näher mit ca 5000km...

    Gruesse Uli
    traue keiner Reparatur die du nicht selbst vermurkst hast :biggrins:
    Wenn der liebe Gott gewollt hätte dass ich laufe, hätte er mir 4 Fuße gegeben und nicht 2 Hände zum lenken. :biggrins:

  • Radlager def.... morgen Neue bestellen

    Hat aber nichts mit dem Dichtring vom Diff Eingang zu tun
    oder ist deiner auch undicht?
    Wenn Radlager gleich beide Seiten und Dichtringe bestellen.
    Vor Einziehen der Radlager die Lager mal trocken auf die Steckachsen schieben,
    manchmal werden die falschen geliefert und passen nicht richtig (zu lose).


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Ok, 5000km sind's diesmal nicht ganz...
    ..bei uns geht's dieses Jahr nur zum Möhnesee :)
    Aber man will dem Gastgeber ja nicht unbedingt den ganzen Hof volltropfen :rolleyes:


    Ich werde jetzt gucken das ich alles wieder dicht zusammen kloppe..
    Dann kommt die Hinterachse Überholung halt mit auf die ToDo Liste... :D

  • Als erstes das Schleppmoment mit nem Schleppzeiger messen, dann Mutter ab, neue Teile (Simmering, Lager, Stauchhülse) rein, dann nach ermittelten Losbrechmoment anziehen (das Drehmoment ist hier zweitrangig)



    Flankenbild drüfen und gegebenenfalls neu shimen


    Für die Radlager:
    Steckachse einfrieren, Lager im Ölbad erhitzen und rauf damit auf die Achse.

  • Ich hatte schon die Ehre ne Steckachse kennenlernen zu dürfen bei der das Lager kurz vorm Ziel nicht weiter wollte.


    Ich riskiere lieber nix mehr, macht keinen Spaß


    War aber ein GC

  • Beim Explorer muss man ja nichts riskieren.
    Bevor die Radlager in die Achse gezogen, gedrückt oder eingeschlagen werden,
    sollte man sie mal auf die ausgebaute Steckachse schieben.
    Wenn die richtigen Lager geliefert wurden passen sie sehr gut auf die
    Laufflächen, ohne nennenswertes Spiel.
    Hatte selbst den Fall, dass original Ford Radlager zu groß waren
    und hin/her eierten.
    Keine Ahnung ob sich im Laufe der Zeit die Achswellendurchmesser
    geändert haben?


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
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