Stuzeinstellung Vorderachse

  • Ich habe eine Frage zur Stuzeinstellung an der Vorderachse. Die beiden oberen Querlenkerbolzen an Rahmen sind ja exzentrisch und die Aufnahme am Rahmen auch mit entsprechenden Anschlägen und Langlöchern ausgestattet. Nur sind bei unserem Ex die großen Excenterscheiben eckig. Also ist der Sturz, obwohl eine einwandfrei Einstellaufnahme vorhanden ist NICHT einstellbar. Ein Profi meinte das wäre im Werk eingestellt und mittels eckiger Scheiben dauerhaft fixiert. Könnte so wieder zusammen gebaut werden und Sturz wird dann schon stimmen.


    Reifenbild unauffällig, Fahrverhalten bis auf leicht einseitigen Zug gut.


    Meine Frage: Auf irgendeinem Foto, vermutlich hier im Board habe ich feine Einstellexcenter gesehen, konnte das Bild aber nicht wiederfinden. Könnt Ihr mir eine Bezugsquelle nennen?


    2. Ist das überhaupt von Nöten oder baut Ihr einfach wieder zusammen und passt?


    3. Sind die unteren Querlenker einstellbar oder grundsätzlich fix.


    Vielen Dank

    Grüße Jürgen

    Grüße Jürgen

  • Die eckige Variante ist die originale, die ist (wie Du schon selbst erwähnt hast) fix und lässt sich nicht einstellen.

    Bei RA findet man aber auch ovale Scheiben und Bolzen mit Schmiernippel.

    Gruß Schumi


    Denk immer daran - nach Fest kommt Lose. :D


    1. XP 4x4, EZ: 12/99; 4,0 l SOHC, 150 KW
    1FMDU34E2XUA43038, Motorwechsel bei 336.500 km
    Ins Koma gefallen bei: 460.000 km - wird nicht wiederbelebt.

    2. XP 4x4 "Limited", EZ 07/2001, 4,0 l SOHC, 150 KW

    1FMDU73E71UB48450

    Aktuell: 272.000 km


    Veränderung am Fahrzeug: Rückfahrkamera im Kennzeichenhalter, CB-Funk

  • Bei der eckigen Variante ist die Fahrerseite sozusagen fix, Werte werden mit der Beifahrerseite angeglichen. Hat den Vorteil, dass es einfacher und schneller ist.


    Hat man einteilige obere Querlenker und die dafür nötigen Excenter Bolzen, dann ist der Einstellaufwand wesentlich grösser für Sturz und Nachlauf.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Moin,

    Bolzen mit Schmiernippel finde ich ja grundsätzlich erst mal besser.


    Hmm... eine Seite fix und mit der anderen Seite ausgleichen ist ja, ich nenne es mal vorsichtig, rustikal bis unmöglich. Da Ford aber so vorgegangen ist scheint es ja zu funktionieren oder relativ egal zu sein. Ist ja auch eher Traktor als Sportwagen.


    Mit zwei Excentern oben gleichzeitig Sturz und Nachlauf einstellen ist sicher fummelig erscheint mir aber die bessere Lösung als auf gut Glück zusammen zu schrauben.


    Unten ist aber alles fix? Sonst kommt ja noch die Breite dazu, dann wirds ekelig von der Einstellung.


    Grüße Jürgen

    Grüße Jürgen

  • Es ist rustikal, aber dafür einfach und dennoch genau einstellbar mit dem 2teiligen oberen rechten Querlenker (sofern Bolzen/Muttern gangbar).

    Auch ein Traktor soll geradeaus fahren.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
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  • Nachlauf einstellen ist sicher fummelig erscheint

    Also wenn ein Betrieb dazu Lust und die Werte dafür im Computer hat, dann dauert es gute 4 Std.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
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  • Auch ein Traktor soll geradeaus fahren

    Ja klar, aber da kannst du die Spur mit einem Zollstock und den Sturz mit der Wasserwaage einstellen.


    Die Frage ist wie präzise es der ex braucht. Blöd ist halt das mit Bordmitteln der Nachlauf praktisch nicht messbar ist.

    Grüße Jürgen

  • Meine Explorer haben rechts inzwischen den einteiligen Dreieckslenker rechts oben. Und auch die Standardschrauben . Sie fahren gerade aus. Nur die Rückstellungen auf gerade von der Kurvenfahrt geht langsamer und wenn die Straße seitlich abschüssig ist ziehen sie leicht auf die Seite. TÜV hat sich auch nie beschwert. Man muss also nicht unbedingt den Sturz nachstellen. Geht meist auch so ganz gut.

    Gruesse Uli

    Klar bist du schneller

    aber ich fahre vor dir :biggrins:

  • Aber die wenigen die noch wissen wie eine Achsvermessung funktioniert lassen es sich halt bezahlen.

    So ist das eben mit der Zeit in Werkstätten (in meinem Falle Reifendienst in HH, Mechaniker fuhr selbst mal Explorer).

    War bisher immer dabei und er hat nie getrödelt.

    Das Problem an den Excenterbolzen ist, dass sie sich nicht sofort genau einstellen lassen, man muss sich "rantasten".

    Ändert man eine Einstellung, dann ändern sich die anderen Werte sofort mit.

    Wer da die Erfahrung hat die Grundwerte erst einmal so einigermaßen zu treffen,

    braucht für den Rest nicht mehr so lange.

    Lenkrad muss in waagerechter Stellung arretiert werden (schwer bei Lenkungsspiel).

    Vorspur an den Spurstangen sollte vorher wenigstens gleich sein, wenn möglich vor Austausch der Spustangengelenke

    so genau wie möglich messen.

    Dann kommt der Sturz und am Ende der Nachlauf, soweit ich mich erinnern kann.


    Das Ganze dann mit diesen Bolzen und Excenterscheiben (gibt es mit verschiedenen Gradzahlen )

    an die man nur mit bestimmten Schlüsseln rankommt, da so wenig Platz bzw. schlechtes Herankommen.

    camber_caster_kit.jpg


    Dann kommt der Faktor Rost und Spiel in den Langlöchern dazu,

    was die Laune des Mechanikers weiter strappaziert.

    Fing schon gut an als er die Messklammern an den lackierten Felgen

    anbringen wollte, die Klammern hätten den Lack beschädigen können

    -> auf eigene Verantwortung usw.


    Die Messbühne muss auch für die Vorderräder zu allen Seiten bewegliche Platten haben,

    welche die Verstellungen mitmachen.

    Mag sein, dass es heutzutage modernere Bühnen und Geräte gibt,

    dennoch hat er es hinbekommen.


    Da zahle ich dann gerne etwas mehr, dafür fährt der Ex geradeaus,

    Reifenverschleiß ist gleichmäßig und das Lenkrad stellt sich einwandfrei zurück.


    Bei diesem Aufwand lohnt es sich dann auch vorab Ersatzteile (Spurstangen/Traggelenke/Querlenker) zu wählen

    die nicht nach 2 Jahren wieder platt sind.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Solch einen Reifenmenschen hatte ich auch. Kam ich mit einem Explorer, freute er sich mit den Worten : endlich mal wieder einer, der mich fordert.

    Live is a game

  • Ja stimmt alles. Habe mir die Sollwerte mal angeschaut. Die Toleranzen sind beim Ex schon doppelt so groß wie bei gängigen PKW. Das spricht für eine gutmütige Geometrie. Dafür spricht auch Feldwegs Erfahrung und die werksmässig begrenzte Möglichkeit nur rechts den Nachlauf einzustellen. Das Justieren eines bestimmten Wertes ist von Ford also nicht vorgesehen. Sehr wohl aber der Angleich der rechten an die linke Seite. Auch das spricht für ein robustes und unempfindliches Fahrwerk. Das Hauptproblem scheint mir der Entfall des zweiteiligen Querlenkers. Damit lasst sich der Nachlauf nicht mehr angleichen. Läuft es ungünstig (große Differenz im Nachlauf) lenkt das Auto rechts und links unterschiedlich gut ein und aus. Geradeaus fährt er m.M. mit korrekten Werten bei Sturz und besonders Spur trotzdem gut.

    Wolle hat die Präzisionsvariante gewählt da stimmt nach relativ viel Aufwand garantiert alles.


    Geht ihr bei der Einschätzung mit?


    Grüße Jürgen

    Grüße Jürgen

  • Das Hauptproblem scheint mir der Entfall des zweiteiligen Querlenkers.

    Ist aber kein Problem, den 2 teiligen oberen rechten QL gibt es noch neu,

    sogar mit austauschbarem Traggelenk.


    Wolle hat die Präzisionsvariante gewählt da stimmt nach relativ viel Aufwand garantiert alles.

    Das Einzige was beim Explorer Präzision erfordert ist (evtl.) der Motor,

    Alles andere ist eher simpel ausgelegt.

    Alleine schon die eingepressten Gummibuchsen der Querlenker lassen eine exakte Führung der Achse doch garnicht zu.

    Aber es ist sozusagen simpel/schnell austauschbar, eben wichtig für die meisten Werkstätten.

    Denke, dass es bei neueren SUV's garnichtmal so viel anders aussieht :/ ? Keine Ahnung...


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • hatte das Posting von Falk 4x4 übersehen. Spricht ja dafür das Präzision nicht der zweite Vorname der Ex Achse ist. Alles mit Bordmitteln eingestellt und passt. Andererseits könnte sich das mit Strassenreifen anders anfühlen. Geländereifen nehmen eh jede Präzision aus der Geometrie würde ich sagen. Falk4x4 , danke für den Link zu deinem wirklich guten Bericht.

    Grüße Jürgen

  • beim Explorer sollte man auf der schnellen Runde auf dem Ring eh keine Rückmeldung der Straße an's Lenkrad erwarten, egal welche Reifen..... ;)


    und schnell wird die Runde auch nicht :biggrins:

    Gruß Winne


    Wenn die Sonne des Wissens tief steht, werfen auch geistige Zwerge lange Schatten


    Natürliche Blödheit schlägt künstliche Intelligenz....


    99er XLT SOHC 2xx PS
    Prins VSI

  • nee, aber nen Helm:

    Calimero.png hat aber auch nix geholfen.... :biggrins:

    Gruß Winne


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    Prins VSI

  • Ja, danke 😉, verstanden, die Herren. Bin noch nicht so richtig in der etwas rustikalen Explorer Technik angekommen.....sry.


    Und nein er soll nicht auf den Ring..🤣


    Grüße Jürgen

    Grüße Jürgen

  • Kommt ab und zu mal vor, take it easy :love: .

    Immer das Explorer Elend zu lesen macht auch keinen Spass :--: !


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
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  • Nee, das waren schon Sekunden !!


    Vor dem allgemeinen Stillstand war ich allerdings in anderen Bereichen unterwegs #jubel#

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