Blattfedern Ersatzteile

  • 20210913_215908.jpgIch benötige mal wieder einen Tip. Für die Instandsetzung der Federpakete suche ich erfolglos nach den Gleitern zwischen den Federblättern sowie den Unterlagen im Bereich des Herzbolzen zwischen den Federblättern.


    20210913_215931.jpg




    Darüber hinaus finde ich bei RA zwar die Gummibuchsen für die Federn jedoch nicht die Gummiuchsen am Fahrzeug hinten im Träger.


    Habt Ihr einen guten Tipp?


    Wie immer, vielen Dank im Voraus.


    Grüße

    Jürgen

  • Mal dort anrufen / schreiben. --> Blattfeder Ford Explorer Modelle ab Bj 1990 (4 Blatt) - Blattfeder Sh, 259,99 € (blattfeder-shop.de)


    --> Blattfeder Ford Explorer Modelle ab Bj 1990 (4 Blatt) - Blattfeder Sh, 259,99 € (blattfeder-shop.de)


    Die Blättchen zwischen den Lagen sind zwar rechteckig, könnten aber auch beim Original passen.

    Vielleicht haben sie auch runde ....


    Blattfedern 17.JPG



    Kannst ja auch mal die Buchsen im Rahmen ausmessen und vergleichen. Ich habe sie nicht gewechselt. Glaube du bist da auch der erste ... :)

    Wenn es die selben sind wie in den Federaugen können die wahrscheinlich auch weiter helfen.



    Vielleicht die Federn einmal komplett neu ? Lohnt m.E. wenn du das Fahrzeug noch lange fahren möchtest.

  • 1. Gleiter zwischen den Blattfederlagen: Dorman Help 31067

    https://www.ktsamericanparts.de/graphics/DOR31067.jpg


    Müssen mit etwas Druck in die Löcher gepresst werden, oder minimal
    etwas Material abschleifen, können ja eh nicht weg.

    DOR31067.jpg


    2. Die Unterlagen sind verschieden starke Streifen aus verzinktem Blech

    (denke sie waren einmal verzinkt? Sah auf jeden Fall so aus)

    Die oberen 3 Plättchen ca. 3 mm stark, das untere Plättchen ca. 1 mm stark.

    Als original Teile nicht zu bekommen, wenn die vergammelt sind selbst zuschneiden.

    neuer_Herzbolzen.jpg


    3. Die kompletten Buchsen für hinten gibt es als Set von Energy Suspension,

    dabei auch die Urethane Buchsen für den Rahmen.

    Kann nur sagen, dass du dir die Arbeit nicht machen willst!

    Die alten Gummibuchsen sind eingeschweisst in einer Außen-Hülse, die Hülse bekommt man nicht aus dem Rahmen.

    Das bedeutet, dass man das Gummi dort unten ausbohren müsste und alle verbleibenden Reste

    rauspopeln müsste (Sofern man den Bolzen da überhaupt rausbekommt).

    42124G_lg.jpg


    https://www.amazon.com/Energy-…ing-Bushing/dp/B000CN5BN6


    https://www.summitracing.com/parts/ens-4-2124g


    Oder auch einzelnd

    https://www.energysuspensionparts.com/6810



    Die unteren beiden für den Rahmen (liegen immernoch im Schrank).

    DSCN1362.jpg



    Set für vorne

    https://teamenergysuspension.c…-control-arm-bushing-set/



    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

    Einmal editiert, zuletzt von wollimann ()

  • Buchsen im Rahmen ausmessen und vergleichen.

    Brauche ich nicht messen, die Buchsen im Rahmen haben einen Bund, definitiv andere.


    Glaube du bist da auch der erste ... :)

    Ja super.....dachte mir, die kleine Buchse ist ja ratz fatz gewechselt ☹


    Kann nur sagen, dass du dir die Arbeit nicht machen willst!

    ....zu spät 😥. Habe sie bereits, bevor ich die Frage stellte, halb ausgedrückt. Habe zum Glück gestern nicht mit der Flex den hinteren Teil der Buchse abgeschnitten. Hätte nicht gedacht das ich die alte Hülse noch brauche. Ausbauen der Buchse aus dem Rahmen geht übrigens ganz leicht wenn man die Buchse zerstören darf.


    Den Gummi in eingebautem Zustand rausfriemeln ist Strafarbeit. Ausgebaut und mit dem Brenner etwas nachgeholfen, kein Problem.


    Die PU Buchsen nehme ich, sehr guter Tipp! Brauche ich für die vier Buchsen an den Federn auch die alten Buchsen oder kommt da PU direkt ins Federauge?


    Vielleicht die Federn einmal komplett neu ?

    Auto stand vor der Reparatur optisch schön gerade und 500€ für den Tausch intakter Federn sind mir zu viel. Ich denke die können noch lange drin bleiben. (5.000km/anno). Zumal in Verbindung mit der Luftfederung.


    wollimann, die Kunststoff Unterlagen fordere ich mir an und die Bleche lasse ich mir auf der Tafelschere zuschneiden.


    Probleme bis hierhin in der Theorie gelöst.


    Danke Falk4x4 und wollimann !!!


    Berichte über den Ausgang.


    Grüße Jürgen

  • Probleme bis hierhin in der Theorie gelöst.

    Wohl war, die Praktischen folgen ;)

    Da die Pakete ja wohl ausgebaut/geöffnet werden sollen,

    könnte man sie seitenmäßig tauschen um der fahrerseitigen "Ermüdung" entgegenzuwirken.

    Auch wenn er jetzt hinten noch gerade steht, die Fahrerseite hängt

    irgendwann auf jeden Fall. Je mehr die Ermüdung eintritt, desto mehr muss die Niveau

    ausgleichen. Ein Austausch gegen neu macht daher schon Sinn, der Preis ist noch nicht einmal

    überzogen.

    Viel Spass bei der Würgerei/Entrosterei :thumbsup:


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Brauche ich für die vier Buchsen an den Federn auch die alten Buchsen oder kommt da PU direkt ins Federauge?

    Soweit ich mich erinnern kann sind in den Federaugen auch noch Buchsen verbaut die benutzt werden müssen,

    schon so lange her.

    Auge.jpg


    vergammelte Blattfeder.pdf


    In dem Zuge habe ich auch die längeren Schäkel verbaut und die

    mitgelieferten Bolzen mit Schmiernippeln versehen.

    Trotz ständigem Abschmieren hat sich einer der Bolzen am Federauge mittlerweile festgefressen.

    Mir unerklärlich wie das passieren kann, was sich ja auch auf die "Bewegungsfreiheit"

    der Blattfeder etwas auswirkt.

    schaekel.jpg


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

    Einmal editiert, zuletzt von wollimann ()

  • Hallo!


    Ich hab mir welche von unseren Dreher machen lassen (POM 6)


    Bild_2021-09-16_212445.png


    Sehen immer noch TOP aus die Dinger hätt ich selber nicht gedacht Teflon wäre wohl besser. Vielleicht hat einer ne Ahnung was das Original für Zeug ist.


    IMAG0231.jpg

    „Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Auto braucht Liebe!“


    „Im Rallyesport wurde meine Vermutung bestätigt, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist.“


    Walter Röhrl


    97er Explorer Sohc 207PS
    zZt "AFK"
    Berlin

  • Viel Spass bei der Würgerei/Entrosterei :thumbsup:

    Aktion "Buchsenrettung" abgeschlossen. <X. War das eine Sch....arbeit. wollimann , Falk4x4 Ihr habt so recht. Das ist ne Arbeit die will man nicht machen. Wenn neue Buchsen da wären, kein großes Problem. Trennjäger und den hinteren Teil der Buchse abschneiden, Buchse ausdrücken und fertig. Die Buchse heil rauszuholen ist eine elende Würgerei. Ohne Brenner kaum zu schaffen. Jetzt baden Sie in Abbeizer um die letzten Gummifriemel abzulösen.


    Zustand der Metallteile, geht so...mal sehen was sich noch draus machen lässt.


    20210921_190529.jpg


    20210921_190625.jpg


    20210921_190706.jpg


    Grüße Jürgen

  • Bei sowas kommt keine lange Weile auf, Hut ab :thumbup:

    Was so etwas unscharf zu erkennen ist, der Bereich am Rahmen sieht

    noch ganz intakt aus.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

    Einmal editiert, zuletzt von wollimann ()

  • der Bereich am Rahmen sieht

    noch ganz intakt aus

    Ja ist er. Durch den Ausbau keine Schäden und rostmässig, von standartmässiger oberflächlicher Verrostung mal abgesehen, einwandfrei.


    Trotz ständigem Abschmieren hat sich einer der Bolzen am Federauge mittlerweile festgefressen.

    Mir unerklärlich wie das passieren kann, was sich ja auch auf die "Bewegungsfreiheit"

    der Blattfeder etwas auswirkt

    Ich komme nochmal auf das Thema festfressen zurück. Hatten wir ja schon mal kurz.

    Meiner Meinung darf es zwischen Schraube und der inneren Buchse keine Bewegung, also auch kein festfressen geben. Bestenfalls festrosten, was aber unerheblich ist. Begründung: die äußere Hülse ist eingepresst und fix mit dem einen Bauteil hier Rahmen) verbunden. Die innere Hülse ist durch die Pressung der Schraube fix mit dem anderen Teil (hier Schäkel) verbunden. Zwischen Schäkel, innerer Buchse und Schraube entsteht durch das Festziehen eine starre Verbindung. Bewegung darf ausschließlich im Gummi stattfinden. Die Schraube - Hülse Verbindung ist nicht für eine Drehbewegung ausgelegt und wird (offensichtlich sogar mit zusätzlicher Schmierung) verschleißen und/oder fressen. Insofern erschließt sich mir auch die (professionell gemachte👍) Schmierung nicht. Ich habe Vergleichbares bei vulkanisierten Fahrwerksbuchsen auch noch nicht gesehen. Auch die bei Rockauto vertriebenen Bolzen mit Schmiernippel für die vorderen oberen Querlenker sind meiner Auffassung bestenfalls als Verhinderungseinrichtung gegen das Festrosten zu sehen, bewegen darf sich auch dort die Buchse auf der Schraube nicht. Die Schrauben bei Silentbuchsen gehören ordentlich festgezogen (natürlich in Fahrposition, bei Last auf den Rädern) dann klemmt die Buchse auch fest und es kommt weder zum Fressen noch zum Ermüdungs/Verschleiß Bruch der Schraube.


    Soweit meine Meinung. Gern zur Diskussion. :rolleyes:


    Im Übrigen liegt in der Bewegung im Gummi auch gleichzeitig der Vorteil der Geräuschminderung und der Nachteil der Eigenfederung/Dämpfung durch den Gummi. Fahrwerksteile sollten spielfrei und leichtgängig sein. Kräfte in der Fahrwerksfeder umgesetzt und Dämpfung nur im Stossdämpfer stattfinden.


    Hier liegt, neben der leichten Austauschbarkeit, auch der entscheidende Vorteil der PU Fahrwerksbuchsen. Da sie nicht vulkanisiert sind findet die Drehbewegung zwischen innerer Metallbuchse und PU Buchse (Silikonfett als Schmiermittel) ohne nennenswerte Eigendämpfung, im Idealfall leicht saugend und spielfrei statt. Die PU Buchsen brauchen dazu auch nicht rappelhart sein. Um die 70-80 shore entsprechen Serienhärte oder leicht darüber. Alles härtere hat seine Daseinsberechtigung eher auf der Rennstrecke. Leider finde ich bei den für den Ex verfügbaren PU Teilen keine Angaben zur Härte.


    Insofern wollimann ist meiner Meinung mit der festgefressenen Schraube alles so wie es sein soll.😉


    Beste Grüße

    Jürgen

  • festgefressenen Schraube alles so wie es sein soll.😉

    Leider nicht, bekomme sie so nicht wieder raus. ;)

    Beim Mitdrehen gehe ich noch nicht konform. Hat ja auch damit zu tun wie stark die Bolzen angezogen werden und wie lang die inneren Hülsen sind.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Die Fahrwerksbauteilebefestigung wird wohl bei Ford differenziert gesehen. Jedenfalls laut deutschem WHB (wobei das auch nicht immer 100% stimmt).


    An der Hinterachse / Blattfeder steht: (zuerst) Fahrzeug absenken - Blattfederschrauben mit Drehmoment anziehen.

    Im Kapitel Vorderachse steht: Schrauben mit Drehmoment anziehen - (dann) Fahrzeug absenken.



    Möglich, das an der VA doch mehr Spiel zwischen Buchsenhülsen und Rahmen besteht und an der HA die Hülsen an den Rahmen gepresst werden sollen. Um dort das verdrehen nur über die Buchsen zu ermöglichen.


    Wobei bei das verdrehen speziell beim maximalen Verschränken wahrscheinlich an seine Grenzen stößt. Da werden die Buchsen ganz schön leiden müssen.


    Ballenstedt 03 1.JPG

  • Jedenfalls laut deutschem WHB (wobei das auch nicht immer 100% stimmt).

    Na super....schön das man sich darauf verlassen kann..... :moser:


    Kapitel Vorderachse steht: Schrauben mit Drehmoment anziehen - (dann) Fahrzeug absenken

    Nach mehrfachem Lesen komme ich zu dem Schluss, das Werkstatthandbuch drückt sich missverständlich aus. Zum Festziehen der Stabischrauben soll der untere Querlenker in waagerechte Position gebracht (alternativ Fahrzeug abgesenkt) werden. Der nächste Arbeitschritt ist unter Querlenker mit 150-200 nm festziehen. Ich bin überzeugt es meint damit "in Fahrposition". Das am Ende das Fahrzeug nochmal abgesenkt wird ist verwirrend.


    Beim Festziehen des oberen Querlenker steht das Fahrzeug laut WHB mit dem unteren Querlenker auf einem Bock.


    Habe gerade eine neue Querlenkerbuchse in die Aufnahme des Rahmen gehalten. Hat ca 2-3mm Luft. Die Aufnahmen ziehen sich bei 200 nm ganz sicher zusammen und klemmen die Innenhülse granatenfest ein.


    Aufnahme unterer Querlenker

    20210924_225822.jpg


    Die untere Querlenkerbuchse. Beachte die Verzahnung an der Innenhülse.

    20210924_225627.jpg


    Die Verschränkung auf deinem Foto ist beeindruckend. 😯

    Die vertikale Bewegung der Feder ist erheblich. Die reine Drehbewegung in den Buchsen ist aber viel geringer, tippe aus der Mittelstellung um gut 15 Grad in beide Richtungen. Das stresst die Gummibuchsen bestimmt aber scheinbar halten sie das aus.


    Die Gummibuchsen mit Vorspannung zu montieren würde bedeuten die Gummis permanentem Stress auszusetzen. Das kann vom Konstrukteur nicht gewollt sein.


    Grüße Jürgen

  • Die Aufnahmen ziehen sich bei 200 nm ganz sicher zusammen und klemmen die Innenhülse granatenfest ein.

    Genauso ist es vorne bei der Aufhängung, dafür ist ja auch der Schlitz in der Aufnahme.


    Die Gummibuchsen mit Vorspannung zu montieren würde bedeuten die Gummis permanentem Stress auszusetzen.

    Die Gummibuchsen vorne sind ständiger Verdreh-Bewegung ausgesetzt,

    da sie ja mit den Hülsen eine Einheit bilden (vulkanisiert/verklebt). Diese Einheit lässt sich ja auch tauschen

    wenn das Gummi porös geworden ist, auch wieder eine Arbeit die keiner freiwillig machen möchte:_/: .

    DSCN3224.jpgDSCN3229.jpg


    Wie schon geschrieben wurde dienen diese Einheiten zusätzlich der Dämpfung und verhindern,

    dass die Querlenker zu weit ausfedern können (um den Knickwinkel der Antriebswellen zu begrenzen).

    Vorspannung soll meiner Meinung nach nicht zum Einsatz kommen, der Austausch von den Buchsen oder der komplette Tausch der Querlenker

    wird aber schon vom Konstrukteur gewünscht...


    An der Hinterachse sieht das für mein Verständnis leicht anders aus. Ja, bei dem Drehmoment bewegt sich sich der Federschäkel

    nur schwer hin/her an der Aufhängung zum Rahmen und an den Blattfederaugen, dennoch soll da schon noch eine Bewegung

    stattfinden.

    Die Schmierung der Bolzen ist auch aus dem Wunsch entstanden sie auch mal wieder problemlos(er) entfernen zu können.

    Außerdem haben die originalen Federschäkel auch teilweise nervig gequietscht, mit etwas Schmierung war das dann

    Geschichte bei den längeren Schäkeln.

    Die längeren Schäkel sind auch sehr viel haltbarer als die dünnwandigen Originale.

    DSCN1364.jpgschaekel.jpg


    Die Verschränkungsmöglichkeit der Hinterachse stand da nicht im Fokus, eher die ca. 2 cm mehr Höhe

    welche aber im Endeffekt kaum aufgefallen ist.


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Ich denke die VA betreffend meinen wir das selbe.


    Gummibuchsen vorne sind ständiger Verdreh-Bewegung ausgesetzt,

    Absolut richtig mit dem Zusatz "während der Fahrt". Mein Hinweis zur Montageposition bezog sich auf die geschätzten 95% der Lebenszeit des Gummis in der das Auto steht. Genau in dieser Position sollte der Gummi "entspannt" sein.


    Ein Versuch noch dich wollimann bezüglich der HA zu überzeugen 😉.....dann gebe ich Ruhe.


    Außerdem haben die originalen Federschäkel auch teilweise nervig gequietscht

    Das halte ich für den entscheidenden Hinweis. Sind die Buchsen fest verschraubt, quietscht und verschleißt oder frisst da nichts. Nur der Gummi macht geräuschlos seinen Dienst. Ich würde sogar soweit gehen und den hinteren inneren Metallbuchsen ein paar 0,6mm Schlitze in Nachahmung der Verzahnung vorn zu verpassen um sicher zu stellen das sich alles festbeisst. Jedoch bin ich deiner Meinung das Fett zwischen Schraube und Buchse als Korrosionsschutz gut ist obwohl solche Montagen und die Drehmomente eher ohne Fett korrekt sind.


    Grüße Jürgen :deal:

  • dann gebe ich Ruhe.

    Bitte auf keinen Fall Ruhe geben! Verzahnung der Buchsen kann ich nachvollziehen,

    aber irgendwo kam das Quietschen damals her. Ob nun vom Gummi oder von Metall auf Metall

    kann ich nicht sagen. Das Quietschen wird auch in anderen Foren als Knartzen bezeichnet,

    tritt auch an den vorderen Querlenkern öfters mal auf.

    Da hilft dann auch Silikon Gleit Spray oder ein weißes salzwasserresistentes Fett aus dem Bootsbereich.

    Dieses weiße Fett habe ich eigentlich regelmäßig an den Schäkeln verpresst, da es sich auch mit

    den PU Buchsen verträgt.

    Und dass es verschiedene abschmierbare Schäkel bei anderen Autoherstellern gibt hatte mich bei meiner

    Schrauberei auch noch bestärkt. Im LKW Bereich gibt ja richtige Abschmiersysteme.

    Buchsen, Bolzen und Korrosionsschutz ist für mich eigentlich in einem Atemzuge zu nennen,

    wenn man die Verbindungen trennbar halten will.

    Ansonsten ist der Rost am werkeln und macht das Alles zunichte.

    Bestes Beispiel ist die lange Blechhülse an den vorderen Stabistangen (bei Zubehör Teilen),

    auch die unteren Bolzen der hinteren Dämpferaufnahmen werden durch die Hülsen der Dämpfer

    aufgerieben.

    obwohl solche Montagen und die Drehmomente eher ohne Fett korrekt sind.

    Wenn man sicherstellen könnte, dass dort kein Wasser hinkommt oder Alles aus VA-Teilen bestehen würde,

    würde ich dem zustimmen.

    Nur wie oft habe ich es schon erlebt, dass ich Bolzen nur mit roher Gewalt entfernen konnte.

    Beim ständig nachlassender Ersatzteilversorgung macht es meiner Meinung nach schon Sinn die

    wichtigsten Bolzen/Hülsen/Verbindungsteile zu schützen/erhalten oder bei Zeiten Ersatz zu bevorraten.

    Jedes Gewinde sprühe ich vor Montage mit Anti-Size Paste ein, hilft auf jeden Fall.


    Wie schlecht sich Verbindungen ohne Pflege lösen lassen sehe ich am Schlachter, wurde nie was gemacht

    und jede zweite Schraube reist ab oder Muttern drehen sich mit, oder oder oder...

    Die Bolzen der Karosseriebefestigung allerdings nicht, die sind zu dick.

    Dick sind jetzt auch die Arme trotz schöner langer Knarre.


    Aber egal, ist halt eben noch so, irgendwann ist ja auch mal Schluss mit der Würgerei.

    Bis dahin ein schönes Wochenende!


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Bitte auf keinen Fall Ruhe geben!

    Das finde ich auch. :top: Interessant die Argumente. Im Handwerk wurden erlernte Vorgaben oft genug geändert das sich neue und besseres Dinge ergeben haben. Siehe auch die ganzen Rückrufaktionen im KFZ Bereich weil sich diverse Dinge doch anders entwickelt haben.

    Gruesse Uli

    Klar bist du schneller

    aber ich fahre vor dir :biggrins:

  • Wir können gerne weiter diskutieren. Geht auch nicht darum (m)eine Meinung durchzusetzen sondern zu einer gemeinsamen Problemlösung zu finden. Meine spezifischen Explorerkenntnisse sind ja bekanntlich auch überschaubar. Aber vieles lässt sich von anderen Fahrzeugen übertragen. Ich meine Silentbuchsen sind so ein Fall.


    Eine intakte und korrekt montierte Silentbuchse arbeitet nahezu geräuschlos.

    Das Quietschen wird auch in anderen Foren als Knartzen bezeichnet,

    Geräusche, eher knarzen als quietschen, kenne ich von verschlissenen Einheiten.

    Wenn der Gummi aufgibt und beginnt sich von den Metallteilen zu lösen verdreht er sich in sich. Rost unterwandert die Verbindung und der Gummi beginnt im zwischen den Metallteilen zu würgen.


    Man sieht auf dem Bild vom Gummi der Rahmenbuchsen hinten sehr gut das rd ein Drittel sich bereits vollständig gelöst hatte und die Buchse schon verrostet war. Bis zur Mitte des Gummis hatte er sich gelöst und nur die glänzende Hälfte hatte noch Verbindung zum Metall.


    20210925_163042.jpg


    Das entstehende Gewürge in Verbindung mit Rost und Dreck kann sehr ordentlich und deutliche Geräusche verursachen. Durch eingesprühte Gleitmittel kann man das kurzzeitig ruhig stellen. Auch bei Regenfahrten verschwinden die Geräusche gerne.


    Silentbuchse erneuern, Geräusche weg.


    Mit PU Buchsen habe ich keine Langzeiterfahrung könnte mir aber vorstellen das fehlendes Silikonfett zwischen innerer Hülse und PU mit der Zeit auch zu Geräuschentwicklung und folgend zur Zerstörung des PU beiträgt.


    dass es verschiedene abschmierbare Schäkel bei anderen Autoherstellern gibt

    ich wüsste keine Silentbuchse die geschmiert wird. Habe ich erstmals beim Explorer gesehen. Mein w108 zB. hat rd 20 werksmässige Schmiernippel am Fahrwerk. Aber keinen in Verbindung mit Gummilagern. Am LKW, oft mit Zentralschmieranlage, ist es m.M. ähnlich.


    Bezüglich Rostschutz der Schraubverbindungen bin ich deiner Meinung. Hier wollte ich nur darauf hinweisen das zB die Drehmomentangabe für trockene Verschraubungen gilt. Nun sind die Drehmomenttoleranzen bei der Exe ja sehr weit gefasst, ergo sollte das Thema zweitrangig sein. Ich verwende bei der Montage von Silentbuchsen Fett eher sparsam, streiche aber nach Fertigstellung den Bereich nochmal mit einem dicken Fluid Film Fett ein und (versuche) das jährlich zu wiederholen.


    Grüße Jürgen

  • ich wüsste keine Silentbuchse die geschmiert wird.

    Das ist auch richtig, wenn aber gegen PU getauscht wird ist es ja eigentlich keine Silent Buchse

    mehr wie vom Hersteller mal reingebastelt. Denke auch nicht, dass es jemals vorgesehen war

    dort etwas zu tauschen (?). Weder die Rahmenbuchse noch die Blattfederaugen,

    ist mir in der langen Zeit auch noch nie über den Weg gelaufen.


    Zur Langzeiterfahrung (vorne und hinten) kann ich nur sagen, dass die PU Teile unauffällig sind.

    Keine Geräusche oder sonst irgendwie ausgeschlagen, sind aber auch mit dem "Boots-Fett"

    geschmiert worden.

    Bei den PU Buchsen ist immer eine sehr kleine Menge Silikon Fett dabei, was natürlich auf Dauer nicht

    ausreicht. Dann käme es bestimmt auch zu Abnutzungserscheinungen.

    Habe das Silikon Fett nur nicht in Kartuschenform für die Presse gefunden, nur als Töpfchen.

    https://www.suspension.com/9.11104

    Aber was wäre es für ein Aufwand, wenn man jährlich einmal die Buchsen mit dem Silikon Fett

    bearbeitet?


    Die PU Buchsen der Vorderachse unterscheiden sich auch leicht zu der Hinterachse.

    Bei der Vorderachse gibt es kleine eckige Kanäle wo sich das Silikon Fett tummelt

    und die starre Innenhülse reibt dort drinn.

    Kanäle.jpg


    energy_suspension_bushings.pdf


    Bei der Hinterachse gibt es diese Kanäle nicht.


    Hier ein Bild aus einem Video von SuperPro bushings und greasable shakles

    greaseable shakles.jpg


    Hier das Kit von Daystar für den Explorer.

    https://www.daystarweb.com/pro…lazer-full-size-1973-1987



    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

    Einmal editiert, zuletzt von wollimann ()

  • wenn aber gegen PU getauscht wird ist es ja eigentlich keine Silent Buchse

    mehr

    Das stimmt natürlich. Somit macht der Schmiernippel auch wieder Sinn. Das Fett drückt durch den Schlitz der starren Innenbuchse oder hast du da zusätzliche Löcher gebohrt?


    Jetzt stellt sich nur noch die Eingangsfrage: warum hat die Schraube gefressen?


    War die Schraube mit den 100-150nm angezogen ?


    Grüße Jürgen

  • An Löcher in den Hülsen kann ich mich leider nicht erinnern.

    Im Prinzip hat sich die Hülse mit der Schraube vereint, also zusammengerostet

    weniger gefressen.

    Alle Bolzen waren angebrummt, denke mehr als 100 NM auf jeden Fall.

    Aufgefallen war mir ja, dass kein Fett von der Presse in den einen Bolzen wollte.

    Dann die Mutter gelöst und versucht den Bolzen zu drehen, ging/geht mächtig schwer.

    Bin nur noch nicht dazu gekommen der Sache auf den Grund zu gehen.

    Müsste kräftig Druck ausüben um den Bolzen auszudrücken, ein passendes Werkzeug

    finde ich wohl schon bei der guten Ordnung :lol:


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • ja einen festgrrosteten Bolzen aus der "losen" Innenhülse zu bekommen macht sich überhaupt nicht gut. Bei meinen serienmäßigen Teilen hat der Schlagschrauber alle Schrauben frei gemacht. Das hilft bei dir überhaupt nicht.


    Bin gespannt wie es aussieht. Vielleicht hat es das Fett nicht durch die gesamte Hülse geschafft und auf der Mutterseite ist nur ein Streifen Rost.


    Grüße Jürgen

  • Bin gespannt wie es aussieht.

    War eigentlich auch gespannt, dennoch keine Chance den Bolzen auch nur ein wenig heraus zu bewegen.

    Bis jetzt den größten Abzieher, danach die C-Clamp für Traggelenke benutzt, nichts zu wollen.

    :denk:

    Werde den Bolzen wohl ausbohren müssen wenn mir nicht noch eine zündende Idee kommt.

    Schnauze voll für heute :thumbdown:


    Wolle

    Außer Ford keine Vorbesitzer, Ford Explorer 4X4, 4.0 SOHC, Build Date 01/10/96, EZ97, 152 KW, dark lapis metallic KN/M6681,KM: 265ooo,
    VIN: 1FMDU34E8VUA67356, Prins Autogas

  • Schnauze voll für heute

    Es gibt so Tage zum Vergessen....


    Wenn zwei zusätzliche Hände zur Verfügung stehen an der Kopfseite eine Hülse und den ganz dicken Moker dagegenhalten und mit dem Schlegel der Schraube ein paar verpassen?


    Grüße Jürgen

  • Da ich die äußeren Buchsen des Lagers hinten im Rahmen wieder verwenden muss habe ich die Altteile chemisch entrostet. Ist das erste Mal das ich mich mit einer ollen Buchse (gezwungener weise) so intensiv beschäftigt habe. Bei Betrachtung des Ergebnisses wird klar warum alte Silentbuchsen lustige Geräusche machen (können).


    Das ein Fahrwerk in diesem Zustand "anders" funktioniert ist auch klar. Optisch waren die Buchsen von aussen in einem brauchbaren Zustand. Die meisten Tüv Prüfer hätten die wohl durchgewunken.


    20210926_194108.jpg20210926_194338.jpg20210926_194259.jpg20210926_194201.jpg


    Grüße Jürgen