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Kühlwasser wechseln

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    • Kühlwasser wechseln

      Hallo. Habe einen Ford Explorer Limited EZ2000, 204 PS. Würde gern das Kühlwasser selbst wechseln. Wer kann mir dazuTips geben? Wie lasse ich das alte Wasser ab? Was muß ich dann noch tun?
    • Das ist eigentlich keine grosse Sache.

      Der Radiator hat eine eigene Ablassöffnung. Du kannst da ein Stück Schlauch (3/8") dranstecken, um die Kühlflüssigkeit beim Ablassen gezielter in ein Gefäß laufen zu lassen.

      Die Ablassvorrichtung am Kühler funktioniert wie ein kleiner Wasserhahn - also ganz einfach.

      ZUerst solltest du den Kühlerverschluss und den Deckel des Ausgleichbehälters abnehmen, dann ein passendes Gefäss (so gute 15 Liter sollten da jedenfalls reinpassen) unter die Ablassvorrichtung stellen und diese öffnen - Kühlwasser ablassen, fertig.

      Es kann sein, dass bei deinem Modell unter dem Radiator ein Spritzschutz montiert ist. Diesen müsstest du ggf. vorher natürlich abmontieren, oder zumindst soweit lösen, dass nicht das ablaufende Kühlwasser irgendwo hinrinnt, oder herumspritzt und dir die Garage versaut.

      Natürlich sollte der Motor, bzw. die Kühlflüssigkeit nicht heiss sein, wenn du das Kühlwasser ablässt - ist aber klar, denke ich. :)

      Wenn du schon dabei bist, könntest du den Kühlkreislauf gleich durchspülen. Besorg dir ggf. sowas wie Bar's Nural (gibt's im Autofachhandel) und geh' einfach nach der Anleitung auf der Dose vor. Da kann man eigentlich nicht wirklich was falsch machen.

      Zum Auffüllen nimmst du dann irgendeine gute Dauerkühlflüssigkeit mit Frostschutz. Einfach wieder entsprechend der Herstellerangaben auf der Flasche vorgehen.
      [IMG:http://www.kucerakeg.at/xpride00x.gif]
      ...und er bewegt sich doch (immer wieder einmal ein Stück)...
      ...mit 15L/100km für € 0,49/L :pfeif:
    • Hallo Ukrainus,

      das Kühlwasser zu wechseln geht beim Ford Explorer recht einfach:

      1) Heizung ganz aufdrehen

      2) Batteriekabel abklemmen (zumindest schlägt Haynes das vor, also habe ich mich daran gehalten)

      3) Unter dem Kühler ist eine schwarze Kunststoffabdeckung, diese ist mir 4 Schrauben befestigt. Diese Abdeckung muß runter.

      4) In Fahrtrichtung gesehen rechts unten am Kühler ist eine weiße Plastikschraube, wenn Du die öffnest, rinnt dort das Kühlmittel heraus (Vorher unbedingt was drunter stellen!)

      5) Jetzt öffnest Du den Kühlerverschluß und die Abdeckung des Ausgleichsbehälters, die ganze Sauce wird die nächsten 10-15 Minuten herausrinnen.

      6) Zwischen Ausgleichsbehälter und Kühlerverschluß läuft ein Gummischlauch, diesen ziehst Du beim Kühlerverschluß ab und läßt den Vorrat aus dem Ausgleichsbehälter ausrinnen.

      7) Wenn nach einiger Zeit nichts mehr rinnt, dann verschließt Du die Ablaßschraube unter dem Kühler und schließt den Gummischlauch beim Kühler wieder an.

      8) Jetzt wäre die optimale Zeit um den Thermostat zu wechseln, scheinbar sind die beim Ford Explorer von ganz erlesener Güte und dauernd hinüber.

      9) Du füllst Den Kühler und den Ausgleichsbehälter wieder an.

      10) Batteriekabel anschließen

      11) Motor anlassen

      12) Bei laufendem Motor füllst Du Kühlmittel in den Kühler nach und pumpst an einem der dicken Kühlerschläuche um das System zu entlüften.

      13) Wenn der Kühler voll ist, verschließt Du ihn

      14) Motor wieder abstellen

      15) Ausgleichsbehälter auf Normalstand anfüllen

      Zur Kühlflüssigkeit: Ford empfiehlt 50% Frostschutz udn 50% Wasser, ich nehme jedoch lieber Dauerkühlflüssigkeit.

      LG roadrunner
    • Also ich nehm immer das Wasser aus'm Schlauch - aber ich bin da kein Maßstab... X(

      Nimm am besten wirklich Dauerkühlflüssigkeit. Die gibt's im Autozubehörhandel immer wieder im Angebot recht günstig und da kann man eigentlich nichts falsch machen.

      @ Roadrunner: ich meinte eigentlich, daß deine Anleitung viel übersichtlicher und präziser ist als meine ;)
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    • Ich würde im Zweifelsfall den Ford Explorer auch nicht so verwöhnen, was für mich gut genug ist, muß dem Ford Explorer schon lange reichen...

      @homerbundy: Ich versuche ja auch mich mental auf den baldigen Thermostatwechsel vorzubereiten (wenn sich das blöde Trumm endlich von selber besorgen würde...) ;)
    • Ich kann mir das mit dem Batterie abklemmen nur so erklären, daß man ja mit Wasser in der Nähe der Elektrik agiert, ich halte es aber nicht für unbedingt notwendig.

      Grund für das Ablassen der Kühlflüssigkeit war bei mir jedoch ein defekter Thermostat mit überkochen und allem Drum & Dran, d.h. mein Ford Explorer lief im "limp home Modus", so gesehen war es ja gar nicht so schlecht seine Amnesie zu fördern....

      Lg roadrunner
    • Haynes listet bei nahezu jeder Arbeit immer zuerst "disconnect the negative battery cable" als ersten Schritt auf. Natürlich macht's oft Sinn, aber in dem Fall kann man's IMHO vernachlässigen, da das Ablassen des Kühlwassers ja nicht gleich in eine riesen Sauerei münden muss, ber der der ganze Motorraum eingeweicht wird.

      Ein bisschen Spritzwasser muss der Motorraum ja außerdem sowieso aushalten, sonst dürfte man ja nur bei schönem Wetter fahren.

      Ich denke, Haynes geht da auf Nummer sicher - u.a. für alle diejenigen, die ev. gerne Schraubenzieher oder anderes Werkzeug auf der Batterie ablegen. Da kriegt man zwar auch mit abgeklmmten Polkabel noch einen schönen Kurzschluss zusammen, aber die Bordelektronik ist dann wenigstens nicht betroffen... :pfeif: X(
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    • Leitungswasser würde ich nur nehmen, wenn es sehr wenig Kalk enthält.
      Das Wasser in unserer Region ist dafür jedenfalls nicht geeignet. Der Kalk fällt aus, lagert sich ab und wenn sich dann größere Stücke lösen, können diese kleinere Kühlmittelkanäle verstopfen oder Störungen am Thermostat verursachen. Also lieber Dauerkühlflüssigkeit nehmen, oder Frostschutzmittel mit destilliertem Wasser.
      Das ganze sollte aber noch mit einem Korrosionsschutzmittel gemischt sein, denn im Kühlwasserkreislauf sind verschiedene Metalle eingesetzt.

      Zum abklemmen der Batterie – also ich hab keinen Haynes und reinige den Motorraum gelegentlich auch ohne Handbuch. Hierzu habe ich noch nie die Batterie abgeklemmt und mein Dicker hat deswegen noch nie rumgezickt. Es dürfte eine allgemeine Sicherheitsregel sein, dass man die Batterie abklemmt, bevor man irgendwo im Motorraum schraubt.


      Grüße aus dem wilden Süden

      Jürgen
    • Frostschutz und Destiliertes oder Dauerkühlmittel ist das einzig richtige.

      im Frostschutz wie auch Dauerküjlmittel sind alle Substanzen drin die rein müssen.

      Wie Wendelin schrieb.. Kalk kann/wird sich Kreislauf ablagern... und je nach Eisengehalt gibt es Rost..
      Grüße

      Alterspinner

      *Explorer 2004, 4.6 Eddie Bauer :thumbup:
    • Nur Wasser - ohne Frostschutz - hat im Kühlkreislauf natürlich nichts zu suchen. Selbst "weiches" Wasser wird durch die thermischen Belastungen Kalkablagerungen bilden, die dann ab einer gewissen Grösse losbröseln und sich im Kreislauf selbständig machen können.

      Im schlimmsten Fall verlegen sie dann eben kleinere Kühlkanäle oder bringen den Thermostat zum Stecken.

      Ich bin halt ein eher leichtsinniges Kerlchen, weil ich fallweise mit Leitungswasser auffülle. Aber es kommt immer ein hoher Anteil Frostschutzkonzentrat rein, um Ablagerungen und vor allem Rost im überschaubaren Ausmass zu halten...
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    • Hallo!

      Ich empfehle nur Dauerkühlflüssigkeit, dass hat nämlich einen höheren Siedepunkt als ein Frostschutz/Wasser Gemisch.

      Gruß chevy
      Ich mach keine rächtschraibfeler ich bin nur ein par rächtschraibräformen voraus!
      Achtung!!! Keine Haftungsansprüche bei Schäden die durch fehlerhafte oder unvollständige Informationen von mir entstehen.
    • Hallo,

      ich meine mal gelesen zu haben das destilliertes Wasser nicht so gut für Aluminiummotoren ist. Warum genau weiss ich nimmer, wenn ich den Artikel wiederfinde wird er geposted.
    • Destilliertes Wasser hat im Kühlsystem überhaupt nichts zu suchen. Destilliert heißt Vollentsalzt. Dementsprechend hat es reichlich Platz sich mit Zusatzstoffen anzureichern. Und das tut es dann auch. Und zwar vehement. Sprich es nagt an allem mit dem es in berührung kommt.
      Zum Frostschutz ist noch zu sagen, das er für Aluminium geeignet sein muß.
      Also eine Spezifikation G12 oder noch besser G 12+
    • Richtig, dest. Wasser sollte man meiden. Wenn man wegen Kalk auf nummer sicher gehn will kann man Wasser aus einem Aktivkohlefinter oder einem kondens-Wäschetrockner verwenden. Ferner gibt es Zusätze ( sind meist in guten Kühlmittel-Frostschutz schon enthalten ) die eine Bindung der Calzium-Anteile zu festen Teilen verhindert.

      Chemisch : Kalk ist Calcium-Carbonat ( CaCO3 ). Die Zsätze sind zumeist schwachsauer, was die CaCo3-Moleküle unter Freisetzung von CO2 aufspaltet.
      Aber da gibts Chemiker die das besser erklären können.... Auf jeden Fall so in etwa verhält sich der Kram...
    • Sorry,

      bin kein Chemiker, nur SHK-Meister und anderer Meinung, was destilliertes Wasser im Kühlkreislauf betrifft.

      Klar, reines H2O neigt dazu, Salze / Mineralien zu lösen, enthält im Gegenzug jedoch nahezu keinen Sauerstoff und keine Kohlensäure in gelöster Form, was Wasser erst aggressiv macht.

      Destilliertes Wasser mischt sich auch hervorragend mit Kühlerfrostschutz (der selbstverständlich Korrosionsschutz enthalten soll) und in dieser Kombination dürfte es meiner Ansicht nach absolut neutral sein.

      @ Crizz
      Wenn Du in Deinem Kühlkreislauf Calziumcarbonat [ CaCo3 vorfindest, dann nur als Brösel oder Schicht. Was Du vermutlich meinst, ist der im normalen Trinkwasser gelöste Kalk – sprich Calziumhydrogencarbonat oder landläufug Calziumbicarbonat genannt [ Ca(HCO3)2 ] Dies ist Calziumcarbonat durch Kohlensäure im Wasser gelöst.
      Bei Erwärmung von Trinkwasser entweicht die Kohlensäure und zurück bleibt mehr oder weniger fester Kalk, auch Kesselstein genannt. Sollten die Frostschutz- Korrosionsschutzmittel tatsächlich schwachsauer sein, so würde auch deren Säureanteil bei Erwärmung ausgetrieben werden und dies ebenfalls keine dauerhafte Bindung bzw. Stabilisierung des Calziumbicarbonats erwirken. Lediglich die Beimischung von Silikaten und Phosphaten könnte die Temperaturbeständigkeit von Calziumbicarbonat etwas erhöhen, wobei dieses Verfahren in der Trinkwasseraufbereitung zwar eingesetzt wird, jedoch bei Temperaturen über 65°C nicht mehr korrekt funktioniert. Also auch nichts für den Kühlkreislauf.

      Grüße aus dem wilden Süden

      Jürgen