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Angepinnt Explorer I - Getriebe A4LDe Unterdruckdose aus-/einbauen und testen

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    • Explorer I - Getriebe A4LDe Unterdruckdose aus-/einbauen und testen

      Die Unterdruckdose ist eines der Fehlerquellen des A4LDe des Ford Explorer I, und bei ungewöhnlichen Schaltverhalten des Getriebes einer Überprüfung würdig.
      Um dieses Bauteil zu prüfen und eventuell zu wechseln ist es zum Glück nicht notwendig das Getriebe auszubauen.

      Die Unterdruckdose steuert mit dem Drosselventil im Getriebe den Öldruck der von der Ölpumpe kommt.
      Die Dose hat einen Vakuumanschluss, über dem der Lastzustand des Motors gemessen wird.
      Sie ist praktisch der „Vermittler“ zwischen Motor und Getriebe und steuert die Schaltzeitpunkte bei den verschiedenen Motorlastzuständen - speziell beim Kickdown.

      Fehler an der Unterdruckdose können sich durch zu spätes oder gar keinem hochschalten bemerkbar machen. Verzögerte oder gar keine Kick-Down
      Funktion oder sehr harte Schaltvorgänge könnten auch auf einen Fehler im Unterdrucksystem hindeuten.

      Als erstes sollte man die Gummischläuche der Verbindung Motor/Unterdruckdose-Getriebe auf eventuelle Beschädigungen untersuche.

      Am Motor befindet sich der Anschluss hier:




      Am Getriebe selber findet man den Anschluss direkt an der Unterdruckdose unter dem Hitzeschutzschild am Getriebe. Dort ist auch noch ein Stück Schlauch aus Gummi der auf eventuelle Beschädigungen kontrolliert werden kann.
      Diesen Schlauch kann man abziehen um zu sehen ob Öl aus diesem herauskommt. Ist dies der Fall, ist die Unterdruckdose undicht und muss gewechselt werden.

      In extremen Fällen wird dort Getriebeöl vom Motor angesaugt und mit dem Motoröl vermischt. Der Motorölstand erhöht sich dann zwangsläufig.
      Im Fall der Fälle sollte dann auch das Motoröl gewechselt werden.



      Um ganz an die Unterdruckdose heranzukommen ist es notwendig die Auspuffanlage inkl. dem Katalysator auszubauen.
      Hier sieht man dann das Hitzeschutzschild, dass nur mit einer 10er Mutter an der Unterdruckdosenverschraubung festgehalten wird.




      Mit einem kurzen 10er Schlüssel oder einer Ratsche mit Gelenk kann die Verschraubung gelöst, und das Hitzeschutzschild entfernt werden.
      Hier sieht man die Unterdruckdose von der ich die Schlauchverbindung schon entfernt habe.



      Nun kann der kurze Bolzen mit einem 10er Schlüssel rausgeschraubt, und somit auch die Halterung für die Unterdruckdose entfernt werden.
      Vorsichtig herausziehen und da ist sie:




      Mit einer Vakuumpumpe kann die Funktion der Unterdruckdose getestet werden.
      Es wird ein Unterdruck von 780mbar erzeugt.
      Dabei muss sich der Stift in die Drossel einziehen und mindestens 30sec. in dieser Stellung halten.




      Ist dies der Fall, ist die Unterdruckdose o.k.
      Wer keine Vakuumpumpe hat, baut das Teil aus und geht zur nächsten Werkstatt an der Ecke. Die haben sicher so etwas zum ausborgen rum liegen.

      Eine Prüfung im eingebautem Zustand ist eigendlich sinnlos, da der Unterdruck sicher auch bei defekter Dose hält.
      Einzig oben am Motoranschluss kann man mittels der Vakuumpumpe die Dichtheit der Verbindung testen.



      Ein kleiner Tip noch, wie man sich das ausbauen des Kat und Auspuffs hierzu ersparen kann.
      Dafür muss man allerdings den Teppichboden am Mitteltunnel aufschneiden.
      Hier findet sich eine Blechabdeckung (Für das Schaltgestänge der Schaltversion). Diese losschrauben und abnehmen und schon hat man einen guten Zugang zu der Vakuumdose. Auf dem Bild "Unterdruckdose" kann man Teile dieses Deckels mit einer Schraube auch sehen.

      Viel Spass beim schrauben und ...
      Viele Grüsse ... Falk